Wer füttert das Netz mit Parkplätzen?


Ein Gespräch mit Peter Tscherwenka, Mitarbeiter bei dem Rosenheimer Internetanbieter roNet GmbH.


Wer im Internet das Parkleitsystem der Stadt Rosenheim aufruft, stößt auf Ihre Firma: roNet hat daran mitgewirkt, dass die Daten im Netz zu finden sind. Was war ihr konkreter Beitrag?


Peter Tscherwenka: Unser Beitrag war die komplette Programmierung im Internet und die Portierung für WAP-fähige Handys. Wir holen die Daten über die Parkhausbelegung aus dem städtischen Zentralrechner, stellen sie ins Internet und visualisieren sie auf dem Stadtplan. Idee und Anstoß für das Projekt kamen aus der städtischen Verkehrsplanung, unsere Auftraggeberin war das Amt für Datenverarbeitung der Stadt Rosenheim.


Sie arbeiten in einem "jungen" Unternehmen, die Fachplanung ist in Verwaltungsstrukturen eingebunden. Wie haben Verständigung und Zusammenarbeit funktioniert?


Peter Tscherwenka: Stets einwandfrei: das Amt für Datenverarbeitung ist eine unkonventionelle, moderne Abteilung. Wir haben zum Beispiel locker per Email kommuniziert. Die Zusammenarbeit war unkompliziert und super.


Nehmen Sie persönlich die Parkplatz-Information über das Internet oder Handy in Anspruch?


Peter Tscherwenka: Ab und zu schaue ich ins Internet, zum Beispiel am Samstag vormittag, vor dem Einkaufen. Wenn ich dann feststelle, es ist zu voll in der Stadt, fahre ich gar nicht erst mit dem Auto los. Mit meinem Handy probiere ich es nicht - es ist nicht WAP-fähig. Aber so viel ich weiß, arbeitet die Stadt an Weiterentwicklungen: eine Telefon-Hotline soll entstehen und Möglichkeiten zur SMS-Abfrage. Das System ist für mich nicht nur eine witzige Idee, sie hat auch praktischen Nutzen.


Die Fragen stellte Susanne Barck
Quelle: City Aktuell Dez/Jan 2001